Das Universal-Genie unter den Jagdmessern

29.01.2019 10:03

„Jagd ohne Hund ist Schund – und Jagd ohne richtiges Messer ist auch nicht viel besser!“

Dieses eine Sprichwort sagt bereits unmissverständlich, dass ein gutes Jagdmesser neben einem guten Hund das wichtigste Arbeitswerkzeug des Jägers ist – vielleicht sogar wichtiger als eine gute Langwaffe. So seltsam es klingt: Jagen ohne Schusswaffe ist technisch möglich (beispielsweise mit der Falle oder mit der Hundemeute wie im Mittelalter…), aber Jagen ohne Messer ist selbst im 21. Jahrhundert ein Ding der Unmöglichkeit. Spätestens beim Aufbrechen und Zerwirken des Wildes geht ohne eine scharfe Klinge, die gut in der Hand liegt, gar nichts mehr.

Da verwundert es kaum, dass sich um den Oberbegriff Jagdmesser eine ganze „Industrie“ entwickelt hat und jeder gestandene Jäger gleich mehrere Messer besitzt. Nüchterne Praxisorientiertheit und emotionale Sammelleidenschaft gehen dabei oft nahtlos ineinander über. Und so mancher Jäger macht um seine Messer sogar einen regelrechten Kult. 

Für Neueinsteiger ist dieser Kult ums Jagdmesser hingegen ziemlich verwirrend: Große Messer, kleine Messer, breite Klingen, schlanke Klingen, klappbare Klingen, stehende Klingen, Taschenmesser, Gürtelmesser, Standhauer, Abfangmesser, Hirschfänger, Waidblätter, Jagdnicker, Saufänger, Skinner oder Praxe – scheinbar gibt es nichts, was es nicht gibt. Oder doch? Wie sieht es mit einem Universal-Jagdmesser aus? Gibt es einen Alleskönner unter den Jagdmessern, quasi die „eierlegenden Wollmilchsau“?

Ja, so ein Messer gibt es: das Gut Grambow Waidmesser! Ausgehend von rein praktischen Erfordernissen im Jagdalltag und vor dem Hintergrund der Tatsache, dass viele Jäger weder über ein ganzes Arsenal der verschiedensten Jagdgebrauchsmesser verfügen können noch verfügen wollen, ist dieses Messer der gelungene Versuch, die wichtigsten Anforderungen in einer einzigen Klinge zu vereinen. Das Gut Grambow Waidmesser lässt sich daher nicht nur zum Aufbrechen, sondern dank der starken, stehenden Klinge auch zum Abfangen von geringerem Schalenwild benutzen. Gleichzeitig ist es wegen seiner materialstarken, schweren Klinge auch als leichter Standhauer und dank der gekurvten Schneide überdies als Skinner zum Abschwarten von Schwarzwild geeignet. Dank dieser vielseitigen Einsetzbarkeit ist es nicht nur das ideale Erstlingsmesser für Jungjäger, sondern auch in der Hand eines gestandenen Waidmanns ein universell einsetzbares Allround-Talent.

Eine Klinge für alles

Damit die Klinge diese völlig unterschiedlichen Anforderungen gleichermaßen meistert, wurde auch beim Klingenmaterial auf einen der bewährtesten, allroundtauglichsten Messerstähle der Welt zurückgegriffen: die Stahlsorte 440C. Das hat seinen Grund: Im Vergleich zu anderen Stahlsorten ist 440C zäh, ohne deswegen spröde zu sein. Dieses Material ist außerdem verschleißfest, schnitthaltig, langlebig und besitzt die für echte Edelstähle typische hohe Rostbeständigkeit. All diese Eigenschaften sind im jagdlichen Einsatz besonders wichtig, denn dort gehören neben der verschleißintensiven „roten Arbeit“ auch Nässe, Feuchtigkeit und Kälte zu den typischen Begleiterscheinungen.

Es ist klar, dass ein oft benutztes Messer irgendwann mal stumpf wird und dann nachgeschliffen werden muss. Dabei macht das Gut Grambow Waidmesser keine Ausnahme. Aber auch hierbei erweist sich der eingesetzte 440er Stahl als besonders vorteilhaft. Denn in Kombination mit dem bereits ab Werk angelegten Hohlschliff ist die Gut Grambow-Klinge auch von weniger Geübten schnell und einfach nachzuschleifen.

Doch was nützt die beste Klinge, wenn sie nicht gut in der Hand liegt? Keine Sorge, auch hier wurde Wert gelegt auf Funktionalität, Robustheit und erstklassige Materialien. So ist beispielsweise die Klinge von der Spitze zum hintersten Ende des Erls aus einem Stück Stahl von fast durchgehend 4 Millimeter Stärke gefertigt. Mit anderen Worten: Wenn diese Klinge bestimmungsgemäß eingesetzt wird, ist sie im normalen Jagdalltag de facto nicht kaputtzukriegen.

Damit die Hand nicht vom Griff in die geschärfte Klinge abrutschen kann, wenn mit diesem Messer gearbeitet wird, befindet sich auf der Klinge zwischen Griffschalen und Klinge ein Griffstopp, der als Nocke ausgeführt und fester Bestandteil des Erls ist. Parallel dazu befindet sich außerdem auf dem Messerrücken ein 3 Zentimeter langer Abschnitt mit zehn kleinen, hineingefrästen Nocken hintereinander, der dem Daumen abrutschsicheren Halt geben, wenn mal im wahrsten Sinne des Wortes mit Nachdruck gearbeitet werden muss.

Zweierlei Griff

Beim Griffmaterial scheiden sich die Geister. Traditionsbewusste Jäger lieben in der Regel sogenanntes Hirschhorn – also Griffschalen, die aus den Abwurfstangen des Rotwildes gefertigt wurden. Knallharte Praktiker hingegen bevorzugen hartes Holz, unlackiertes Holz. Beim Gut Grambow-Waidmesser wurden beide „Philosophien“ berücksichtigt, so dass es dieses Messer wahlweise mit Hirschhorn- oder Olivenholzgriff gibt.

Olivenholz ist ein sehr hartes Holz – härter als Buche und Eiche - und von Hause aus durch seinen Gerbstoffgehalt antibakteriell und gegen Schimmelpilze resistent. Da es außerdem kaum quillt und eine wunderbar feine, „samtige“ Oberfläche hat, konnte es beim Griff des Gut Grambow-Messer unlackiert verarbeitet werden.

Hirschhorn wirkt sehr jagdlich, schließlich ist es ein „Wild-Produkt“. Das gibt einem Hirschhorn-Griff einen eigenen Charme. Wegen seiner rauen, unregelmäßigen Oberflächenstruktur liegt es ebenfalls sehr sicher und griffig in der Hand. Ein weiterer Vorteil von Hirschhorn ist die Tatsache, dass es gegenüber Wassereinwirkung völlig unempfindlich ist.

Wichtiger Hinweis: Sowohl Hirschhorn als auch Olivenholz sind sozusagen gewachsene Naturmaterialien. Dies gilt sowohl für die Maserung und Farbe des Olivenholzes als auch für die Form und Oberflächenstruktur des Hirschhorns.  Daher gleicht kein Messergriff dem anderen. Das macht jedes Gut Grambow-Messer trotz der immer gleichbleibenden Klinge zu einem Unikat.

Pflege-Tipp:

Damit jeder Besitzer lange seine Freude daran hat, sollten die Messer nie in der Spülmaschine gewaschen oder mit lösungsmittelhaltigen Haushaltsreinigern bzw. Scheuermitteln behandelt werden. Zur Pflege ist es ausreichend, das Messer mit warmem Wasser und Seifenlauge zu säubern und gelegentlich mit Knochenöl abzureiben.

Kurz-Info:

Die Klinge ist einseitig, im Bereich der Spitze jedoch (angedeutet) zweiseitig geschliffen

Klingenlänge 12 cm, Klingenhöhe 3 cm, Klingendicke ca. 4 mm, Gewicht ca. 380 Gramm (Rundungswerte)

Wichtiger Hinweis:

Mit einer Klingenlänge von knapp 12 cm fällt das Gut Grambow Waidmesser unter das neue Waffenrecht. Es darf daher in Deutschland nur bei der Jagdausübung geführt werden.

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